Pressemitteilungenhttp://www.breewood.com/Der RSS Feed der Universit?t Tübingenen-ENUniversit?t TübingenThu, 21 May 2020 10:24:15 +0200Thu, 21 May 2020 10:24:15 +0200news-52323Wed, 20 May 2020 13:37:53 +0200 Was Kinder zur Corona-Krise sagenhttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/was-kinder-zur-corona-krise-sagen/Sechs- bis 16-J?hrige für internationale Online-Studie der Universit?ten Tübingen und Luxemburg über den ver?nderten Alltag gesuchtSchulen ?ffnen erst nach und nach wieder, viele Freizeiteinrichtungen für Kinder und Jugendliche waren oder sind seit Wochen geschlossen, Kontakte zu Gro?eltern, Freundinnen und Freunden nicht oder nur sehr eingeschr?nkt m?glich. Die Krise und Ma?nahmen zur Eind?mmung der Corona-Pandemie treffen Kinder in besonderem Ma?e. Wie sie damit zurechtkommen und welche Auswirkungen die Ma?nahmen auf ihr Wohlbefinden haben, wird derzeit in der internationalen Online-Studie COVID-KIDS erhoben. Dafür werden Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Schulalter von sechs bis 16 Jahren gesucht, die Fragen zu ihrem Alltag in der Corona-Krise wie dem Homeschooling, der Internetnutzung, dem Familienleben und ihren Freundschaftsbeziehungen beantworten.

Konzipiert hat die Studie Professor Sascha Neumann vom Institut für Erziehungswissenschaft der Universit?t Tübingen gemeinsam mit den Professorinnen Claudine Kirsch und Pascale Engel de Abreu von der Universit?t Luxemburg. ?Unser zentrales Anliegen ist es, Kindern als Expertinnen und Experten ihrer eigenen Lebenswelt auch in dieser Phase Geh?r zu verschaffen“, sagt Neumann. Schon in den ersten Tagen nach dem Studienstart am 7. Mai 2020 h?tten rund 1.200 Kinder und Jugendliche aus 16 L?ndern teilgenommen: ?Von der gro?en Resonanz waren wir positiv überrascht, m?chten aber bis zum Ende der Befragung am 21. Juni m?glichst viele weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer einbeziehen.“

Die Befragung der Teilnehmenden erfolgt anonym und ist in fünf Sprachversionen verfügbar. ?Die Ergebnisse werden wichtige Informationen darüber liefern, wie Kinder diese Zeit in verschiedenen L?ndern durchlebt haben und wie sich politische Entscheidungen zur Eind?mmung des Pandemiegeschehens auf die befragte Altersgruppe auswirken“, erkl?rt der Wissenschaftler.

Die Online-Befragung COVID-KIDS unter covid-kids-survey.uni.lu l?uft noch bis 21. Juni 2020. Die Teilnahme dauert etwa 25 Minuten.

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news-52287Tue, 19 May 2020 16:00:00 +0200 300.000 Jahre alter Elefant aus Sch?ningen fast vollst?ndig erhaltenhttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/300000-jahre-alter-elefant-aus-schoeningen-fast-vollstaendig-erhalten/Was am Seeufer geschah: Arch?ologen dokumentieren Spuren von Steinzeitmenschen und Fu?abdrücke von ElefantenIm nieders?chsischen Sch?ningen tummelten sich vor 300.000 Jahren Elefanten. Aus der altsteinzeitlichen Grabungsstelle wurden in den vergangenen Jahren Fossilien von mindestens zehn Elefanten geborgen. Nun haben Arch?ologen vom Senckenberg-Zentrum für menschliche Evolution und Pal?oumwelt der Universit?t Tübingen in Kooperation mit dem Nieders?chsischen Landesamt für Denkmalpflege erstmals ein nahezu vollst?ndiges Skelett eines eurasischen Waldelefanten (Palaeoloxodon antiquus) freigelegt. Das Tier starb am damaligen Seeufer von Sch?ningen ? was genau geschah und wie die Umgebung vor 300.000 Jahren beschaffen war, rekonstruiert das Team nun durch Analysen und weitere Grabungen. Die ersten Erkenntnisse werden im Fachmagazin Arch?ologie in Deutschland ver?ffentlicht und wurden am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit dem nieders?chsischen Wissenschaftsminister Bj?rn Thümler in Sch?ningen pr?sentiert.

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news-52299Tue, 19 May 2020 14:13:08 +0200 Neue Humboldt-Professur im Bereich Bildungsforschung für die Universit?t Tübingenhttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/neue-humboldt-professur-im-bereich-bildungsforschung-fuer-die-universitaet-tuebingen/Kou Murayama kommt aus Gro?britannien mit Deutschlands h?chstdotiertem internationalen ForschungspreisDie Universit?t Tübingen hat in der Ausschreibungsrunde 2021 eine neue Alexander von Humboldt-Professur eingeworben. Mit Deutschlands h?chstdotiertem internationalen Forschungspreis wird der Psychologe und Experte für Bildungsforschung Professor Kou Murayama an den Fachbereich Sozialwissenschaften der Universit?t Tübingen wechseln. Bisher forscht er an der University of Reading in Gro?britannien. Die Alexander von Humboldt-Stiftung f?rdert die gleichnamige Professur über fünf Jahre mit fünf Millionen Euro. Murayama wird auf einen Lehrstuhl für P?dagogische Psychologie am Hector-Institut für Empirische Bildungsforschung berufen.

?Kou Murayama verbindet in seinen Forschungsans?tzen unterschiedliche Disziplinen von der Bildungs-, Sozial- und Entwicklungspsychologie bis hin zur Neurowissenschaft. In all diesen Bereichen ist die Universit?t Tübingen bereits sehr umfangreich aufgestellt. Durch seine Berufung werden die Schwerpunkte in neuer Weise vernetzt und erhalten frische Impulse“, sagt Rektor Professor Bernd Engler.

Mit dem Blick auf Lernprozesse erforscht Murayama, was Menschen motiviert und was die Motivation st?rken oder schw?chen kann. So ergab eine seiner gemeinsam mit Kollegen ver?ffentlichten Studien, dass beim Lernen in der Mathematik die Motivation langfristig wichtiger ist als die Intelligenz. Diese Studie fand international viel Beachtung. Murayama greift in seinen Arbeiten zum Lernerfolg eine Vielzahl von Aspekten auf, die auch für die Bildungsforschung zentrale Bedeutung haben: Er untersucht unter anderem den Einfluss der Familie sowie von intrinsischer und extrinsischer Belohnung, die Rolle von Wettbewerb, Neugier oder Interessen. Dass die Lernleistungen von Kindern messbar schlechter werden, wenn Eltern zu hohe oder gar unerreichbare Erwartungen an sie haben, ergab eine weitere viel beachtete Untersuchung Murayamas. International gilt er als eine der treibenden Kr?fte bei der Weiterentwicklung der Motivationsforschung. Die Datengrundlagen von Murayamas Arbeiten gelten als besonders vielf?ltig. Er stützt sich auf psychologische Experimente ebenso wie auf L?ngsschnittstudien oder Neuroimaging-Studien.

Kou Murayama wurde in Japan geboren, wo er auch studierte und promoviert wurde. Murayama forscht seit 2013 an der University of Reading in Gro?britannien. Dort ist er Forschungsprofessor und leitet das von ihm gegründete Motivation Science Lab. Zuvor verbrachte er Forschungsaufenthalte in den USA und in Deutschland, unter anderem als Humboldt-Forschungsstipendiat an der Ludwig-Maximilians-Universit?t München und als Gastprofessor an der Universit?t Tübingen. Murayama erhielt für seine Forschungsarbeiten zahlreiche Auszeichnungen, darunter Awards der American Psychological Association und der Japanese Psychological Association.

Mit der Humboldt-Professur werden internationale Spitzenforscherinnen und -forscher nach Deutschland berufen. Die Preistr?gerinnen und -tr?ger werden von Universit?ten vorgeschlagen und von einem Ausschuss der Humboldt-Stiftung ausgew?hlt. In der Runde 2021 w?hlte die Stiftung bisher fünf Preistr?ger aus. Die offizielle Preisverleihung soll im Mai 2021 stattfinden.

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news-52272Tue, 19 May 2020 10:05:31 +0200 Frühstück mit Jan Josef Liefershttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/fruehstueck-mit-jan-josef-liefers/Schauspieler spricht in der Morgensendung der Medizinischen Fakult?t über seine Rolle als RechtsmedizinerAm Mittwoch, 20. Mai, um 8 Uhr ist Schauspieler, Regisseur und Musiker Jan Josef Liefers zu Gast im Frühstücksfernsehen der Medizinischen Fakult?t der Universit?t Tübingen. Seit Mitte April sendet die Fakult?t ein t?gliches Frühstücksfernsehen unter der Moderation von Professor Bernhard Hirt. In der Sendung werden aktuelle Informationen zu Studium und Lehre pr?sentiert sowie ein t?glich wechselnder Gast, der über seine Arbeit in der Coronakrise berichtet.

Das Thema der Sendung am Mittwoch lautet ?Arzt schauspielern vs. schauspielender Arzt“. Bernhard Hirt spricht mit dem beliebten ?Tatort“- Schauspieler Jan Josef Liefers via Skype über aktuelle Herausforderungen für Kunstschaffende und seine Rolle als Professor Karl-Friedrich Boerne im Münsteraner ?Tatort“.

Bisherige G?ste beim Frühstücksfernsehen waren unter anderem Professor Urban Wiesing, Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin, Professor Thomas Walter, Dekan des Fachbereichs Informatik und Lisa Federle, Leitende Not?rztin des Landkreis Tübingen.

Live oder in der Mediathek - YouTube-Kanal der Universit?t Tübingen: 
https://www.youtube.com/playlist?list=PLsZhiMXtMWI4omwoQSKYszJoS3eRiqO0G

YouTube-Kanal der Core Facility Medientechnik Medizin Tübingen (CoMMT):
https://www.youtube.com/channel/UCTat5GgXHFVMsp44Nmw9X5w

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news-52221Mon, 18 May 2020 09:36:21 +0200 Technologien für die Proteinproduktion: Wege zur Ern?hrung der Weltbev?lkerunghttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/technologien-fuer-die-proteinproduktion-wege-zur-ernaehrung-der-weltbevoelkerung/Team der Universit?t Tübingen untersucht, wie Eiwei?e ohne Tierhaltung und Pflanzenbau hergestellt werden k?nntenProteine (auch: Eiwei?e) bilden einen essenziellen Teil der menschlichen Ern?hrung. Bisher nehmen wir sie in der Regel mit Fleisch, tierischen Produkten wie Milch und Eiern oder auch aus Pflanzen auf. Die Herstellung, insbesondere die Tierhaltung, verschlingt immense Ressourcen und verursacht schwerwiegende Umweltprobleme. Ein Forschungsteam der Universit?t Tübingen unter der Leitung des Umweltbiotechnologen Professor Lars Angenent vom Zentrum für Angewandte Geowissenschaften hat nun theoretisch untersucht, wie die wachsende Weltbev?lkerung unter Umgehung der Tierhaltung mit Proteinen versorgt werden k?nnte. Mit dem Ansatz ?Power-to-Protein“, bei dem Eiwei?e direkt unter Energieeinsatz aus Grundzutaten wie Kohlendioxid und Ammoniak produziert werden, diskutiert das Team theoretische überlegungen, bestehende Verfahren der industriellen Proteinerzeugung und Berechnungen für dieses Ziel. Es kommt in seinem übersichtsartikel in der Fachzeitschrift Joule zu dem Schluss, dass elektrochemische und biotechnologische Verfahren in Kombination erhebliche Proteinmengen für die menschliche Versorgung liefern k?nnten – bei vergleichsweise sehr geringem Energieeinsatz.

?Wir befinden uns mit der derzeitigen Nahrungsmittelproduktion in einer vielschichtigen Krise“, sagt Lars Angenent. ?Vor allem die Viehhaltung zur Herstellung von tierischem Protein verbraucht viel Landfl?che, fossile Rohstoffe, Phosphor und Wasser. Sie führt au?erdem zu riesigen Mengen klimasch?dlicher Emissionen.“ Die Produktion tierischer Proteine sei teuer und für viele Menschen, vor allem in sehr armen L?ndern, unerschwinglich. Angenent setzt daher das Ziel, die Proteinproduktion kostengünstig zu gestalten und sie in eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft einzubinden, die ohne fossile Rohstoffe auskommt.

Vielseitige Lebewesen

Proteine bestehen aus den chemischen Elementen Kohlen-, Sauer-, Wasser- und Stickstoff. Der menschliche K?rper ist jedoch nicht in der Lage, alle Proteinbestandteile aus einfachen Verbindungen selbst zu bilden, daher müssen wir sie mit der Nahrung aufnehmen. Die chemische Synthese w?re sehr aufwendig. Doch es gibt Lebewesen, die von Natur aus sehr gro?e Mengen Proteine bilden, welche in ihrer Zusammensetzung nahrhaft für uns Menschen sind, vor allem Hefen und Pilze. ?Bei den Power-to-Protein-Verfahren haben andere Forscher, aber auch der Gruppenleiter Dr. Bastian Molitor und ich in Tübingen, elektrochemische und biologische Prozesse in unterschiedlicher Weise verkettet. Uns interessiert, wie effizient einzelne Verfahren sind und ob sie sich für unsere Zwecke eignen“, erkl?rt Angenent. Das Tübinger Team konzentrierte sich dabei auf Verfahren, die ohne Lichtenergie und ohne den Einsatz gentechnisch ver?nderter Mikroben auskommen. Zum Beispiel l?sst sich elektrochemisch Strom aus erneuerbarer Energie nutzen, um Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten. Bestimmte Bakterien k?nnen anschlie?end den Wasserstoff zu Wasser oxidieren und mit der freiwerdenden Energie Kohlendioxid und Ammoniak zu anderen organischen Stoffen umsetzen, die die Proteinbausteine bilden. Einige der Proteinproduzenten wie Hefe und manche Pilze k?nnen vom Menschen direkt verzehrt werden.

Gesammelte Ideen und Ans?tze

Bereits in den 1960er-Jahren h?tten sich Forscher Gedanken gemacht, wie aus Ausscheidungen des Menschen in Form von Kohlendioxid und Ammoniak Proteine hergestellt werden k?nnen, sagt Angenent: ?Dort ging es um eine geschlossene Kreislaufwirtschaft im kleinen Ma?stab, um Menschen auf eine lange Raumfahrtmission zu schicken.“ Erste industrielle Erfahrungen mit der Proteinherstellung aus einfachen Stoffen und Energie gebe es aus der Produktion von Fleischersatz. ?Wir haben Ideen und Ans?tze auf eine zügige praktische Weiterentwicklung geprüft und sehen darin ein gro?es Potenzial. Einer Studie zufolge ben?tigt man nur rund 2,5 Prozent aller erzeugten Energie, um die Menschen weltweit mit Proteinen aus Power-to-Protein-Verfahren zu ern?hren“, sagt er.

Allerdings erfordere eine solche Strategie ein radikales Umdenken in den Produktionsabl?ufen. Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft, so der Wissenschaftler, brauche die Menschheit mehr M?glichkeiten zur Erzeugung erneuerbarer Energie und eine Infrastruktur zum Einfangen und Speichern von Kohlendioxid – dem Gas, das heute eher als sch?dliches Abfallprodukt bekannt ist. Am wichtigsten sei, dass die Landwirte wirtschaftlich gest?rkt werden, damit sie sich auf die nachhaltige Produktion von Weizen, Gemüse, Obst, Nüssen und anderen proteinersetzenden Produkten konzentrieren und zugleich die Natur schützen k?nnen.

Publikation:

Akanksha Mishra, Jean Nepomuscene Ntihuga, Bastian Molitor, and Largus T. Angenent: Power-to-Protein: Carbon Fixation with Renewable Electric Power to Feed the World. Joule, https://doi.org/10.1016/j.joule.2020.04.008  

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news-52188Thu, 14 May 2020 13:29:42 +0200 Barbara Scholkmann-Preis f?rdert junge Arch?ologenhttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/barbara-scholkmann-preis-foerdert-junge-archaeologen/Abteilung Arch?ologie des Mittelalters zeichnet Doktorarbeiten aus: Wie stellten sich Adlige bei Reiterspielen dar und was verr?t Laserscanning über die ?sterreichische Burg Scharfeneck?Der Barbara Scholkmann-Preis der Historischen Arch?ologie geht in diesem Jahr an Dr. Fabian Brenker und Dr. Roland Filzwieser. Der an der Universit?t Tübingen vergebene Preis würdigt herausragende Arbeiten, mit denen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler einen erkennbaren Forschungsfortschritt für die Historische Arch?ologie ansto?en. Er ist in diesem Jahr mit insgesamt 3.000 Euro dotiert und wird 2020 zum zweiten Mal von der Abteilung Arch?ologie des Mittelalters der Universit?t und dem Verein zur F?rderung der Arch?ologie des Mittelalters Schloss Hohentübingen verliehen. Der Festakt wird aufgrund der Corona- Pandemie auf einen sp?teren Zeitpunkt verschoben.

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news-52119Wed, 13 May 2020 09:20:22 +0200 Arzneimittelf?lscher nutzen Angst vor Corona-Epidemiehttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/arzneimittelfaelscher-nutzen-angst-vor-corona-epidemie/Gef?lschte Chloroquin-Tabletten in Afrika identifiziert ? Universit?t Tübingen unterstützt lokale Pharmazeuten bei der AnalyseArzneimittelf?lscher nutzen die Corona-Pandemie offensichtlich, um in Afrika mit v?llig wirkungslosen oder sogar sch?dlichen Tabletten Gesch?fte zu machen: In Kamerun und im Kongo sind in den vergangenen Wochen fünf verschiedene Arten gef?lschter Chloroquin-Tabletten aufgetaucht, die viel zu wenig Wirkstoff enthielten, oder gar v?llig andere. Nachgewiesen wurden die F?lschungen von der Arbeitsgruppe von Professor Lutz Heide am Pharmazeutischen Institut der Universit?t Tübingen in Zusammenarbeit mit afrikanischen Pharmazeuten und dem Deutschen Institut für ?rztliche Mission (Dif?m). Die Ergebnisse wurden im American Journal of Tropical Medicine & Hygiene ver?ffentlicht.

Vor wenigen Wochen wurde weltweit vermeldet, der Arzneistoff Chloroquin helfe m?glicherweise gegen die Krankheit COVID-19. Chloroquin wird seit Jahrzehnten gegen Malariaparasiten eingesetzt – dass es Patienten mit Viruskrankheiten hilft, konnte bislang nicht nachgewiesen werden. Experten warnen daher vor einer Anwendung bei COVID-19-Patienten, auch wegen m?glicher ernsthafter Nebenwirkungen. Infolge der intensiven Berichterstattung über die m?gliche Wirksamkeit bei Corona-Infektionen stieg die weltweite Nachfrage nach Chloroquin sprunghaft an. ?Damit gingen auch die Preise nach oben und riefen Arzneimittelf?lscher auf den Plan“, sagt Lutz Heide.

Bereits Ende M?rz hatten kirchliche Arzneimittel-Versorgungsstellen in Kamerun und im Kongo, die mit dem Dif?m aus Tübingen und dem Ecumenical Pharmaceutical Network (EPN) aus Kenia zusammenarbeiten, über gef?lschte Chloroquin-Tabletten berichtet. Diese waren nicht nur bei illegalen H?ndlern sondern auch in lizensierten Apotheken entdeckt worden und hatten sich bei der Untersuchung mit einem mobilen Labor als F?lschungen herausgestellt. Es gelang, Proben an die Universit?t Tübingen zu schicken, wo sie von den Pharmazie-Doktorandinnen Gesa Gnegel und Cathrin Hauk untersucht wurden. Die Analysen zeigten, dass eines der Pr?parate weniger als ein Viertel der behaupteten Wirkstoffmenge enthielt – zu wenig, um Patienten zu heilen, aber geeignet, um die Entwicklung von Chloroquin-resistenten Malariaerregern zu begünstigen.

In einer zweiten F?lschung fanden die Tübinger Pharmazeutinnen anstelle von Chloroquin das Schmerzmittel Paracetamol. In drei weiteren Pr?paraten entdeckten sie eine unbekannte Substanz, die von der Chemikerin Dr. Dorothee Wistuba mit Hilfe von Massenspektrometrie als das Antibiotikum Metronidazol identifiziert werden konnte. ?Dieser bittere Arzneistoff wurde vermutlich benutzt, um den bitteren Geschmack des Chloroquins nachzuahmen“, sagt Gesa Gnegel. Im Vergleich zu üblichen Metronidazol-Tabletten h?tten die F?lschungen allerdings viel zu geringe Mengen des Antibiotikums enthalten und k?nnten somit wiederum die Entstehung von Antibiotika-resistenten Krankheitskeimen begünstigen. ?Die gef?lschten Tabletten enthalten also wenig oder gar kein Chloroquin, aber dafür andere Wirkstoffe mit jeweils eigenen Risiken und Nebenwirkungen, von denen weder Arzt noch Patient wissen. Dies ist eine der gef?hrlichsten Formen der Arzneimittelf?lschung.“

Das Tübinger Forschungsteam und ihre afrikanischen Kolleginnen und Kollegen informierten die Weltgesundheitsorganisation, die daraufhin eine internationale Warnmeldung mit Fotos der gef?lschten Arzneimittel ver?ffentlichte. Sie gehen davon aus, dass diese F?lschungen nur Vorbote weiterer Probleme sind. ?Bereits kürzlich haben wir mit insgesamt 55 Wissenschaftlern aus 20 L?ndern im britischen Fachjournal ?The Lancet‘ davor gewarnt“, sagt Heide. ?Jeder potenzielle Wirkstoff oder Impfstoff, für den eine Wirksamkeit gegen COVID-19 berichtet wird, kann eine verzweifelt hohe Nachfrage ausl?sen.“ In allen L?ndern, besonders in den ?rmsten, werde dies Arzneimittelf?lscher auf den Plan rufen, deren Produkte Leben und Gesundheit von Millionen Menschen gef?hrdeten.

Arzneimittelf?lschungen sind in der Geschichte vielfach dokumentiert, gerade in den Zeiten von Epidemien: Quacksalberei grassierte w?hrend der Pestepidemien in Mittelalter und Neuzeit. Als die Chinarinde im 17. Jahrhundert zur Behandlung von Malaria eingeführt wurde, wurde sie in gro?em Umfang verf?lscht. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg führte der Mangel an Penicillin zu weit verbreiteten Arzneimittelf?lschungen.

Das aktuelle Problem werde sich nicht auf Arzneimittel gegen COVID-19 beschr?nken, so das Forschungsteam. Der Lock-down in China und Indien habe internationale Arzneimittel-Lieferketten zerst?rt und vor allem Entwicklungsl?nder stünden vor Engp?ssen in der Versorgung. Das massenhafte Auftreten gef?lschter Medikamente werde eine Folge sein. Vor allem zwei Ma?nahmen seien erforderlich, so das Fazit. ?Einerseits muss in den kommenden Monaten die Versorgung von Entwicklungsl?ndern mit preisgünstigen, qualit?tsgesicherten Medikamenten so gut wie m?glich sichergestellt werden“, sagt Heide. ?Und es müssen dort einfach durchzuführende Testm?glichkeiten etabliert werden, mit denen verd?chtige Arzneimittel rasch identifiziert und einer genauen Untersuchung zugeleitet werden k?nnen.“

Publikationen:

G. Gnegel, C. Hauk, R. Neci, G. Mutombo, F. Nyaah, D. Wistuba, C. H?fele-Abah, L. Heide: The identification of falsified chloroquine tablets in Africa at the time of the COVID-19 pandemic. American Journal of Tropical Medicine & Hygiene, Epub ahead of print. https://www.ajtmh.org/content/journals/10.4269/ajtmh.20-0363

WHO. Medical Product Alert N°4/2020. Falsified chloroquine products circulating in the WHO region of Africa. Available at: https://www.who.int/news-room/detail/09-04-2020-medical-product-alert-n4-2020

Newton P, Bond KC, Heide L and 50 further signatories. COVID-19 and risks to the supply and quality of tests, drugs, and vaccines. Lancet Glob Health 2020 Apr 9. https://doi.org/10.1016/S2214-109X(20)30136-4.

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news-51939Tue, 12 May 2020 09:14:46 +0200 H?hlenb?r: Vegetarischer Fleischfresserhttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/hoehlenbaer-vegetarischer-fleischfresser/Nachweis für rein pflanzliche Ern?hrung des ausgestorbenen H?hlenb?ren in Europa erbrachtWissenschaftler vom Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universit?t Tübingen haben mit einem internationalen Team den Nachweis für eine rein vegetarische Ern?hrung der ausgestorbenen H?hlenb?ren in Europa erbracht. Bislang deuteten Untersuchungen daraufhin, dass sich die gro?en B?ren im heutigen Rum?nien auch teilweise von Fleisch oder Fisch ern?hrten. Das Forscher*innen-Team konnte dies nun in einer kürzlich im Nature-Fachjournal ?Scientific Reports“ erschienenen Studie mit einer neuen Methode widerlegen.

H?hlenb?ren (Ursus spelaeus) lebten in der letzten Kaltzeit vor etwa 100.000 bis 25.000 Jahren in Europa. Mit bis zu 3,50 Meter L?nge und 1,7 Meter Schulterh?he waren die in Europa weit verbreiteten Tiere deutlich gr??er als ihre heutigen Verwandten, die Braunb?ren. ?Umso erstaunlicher ist die Erkenntnis, dass sich die Tiere – trotz ihrer Gr??e und zudem in einer kalten und trockenen Umgebung – nur von Pflanzen ern?hrten“, erkl?rt Prof. Dr. Hervé Bocherens vom Senckenberg Center for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universit?t Tübingen und f?hrt fort: ?W?hrend diese vegetarische Ern?hrungsweise für die allermeisten H?hlenb?ren Europas schon belegt ist, gab es bei Fossilfunden aus Rum?nien zuletzt rege wissenschaftliche Diskussionen, ob sich die B?ren dort auch von Fleisch ern?hrt haben k?nnten.“ Im Knochenkollagen der rum?nischen H?hlenb?ren wurden isotopische Werte von Stickstoff gemessen, die sowohl denen einiger Fleischfresser, als auch denen reiner Pflanzfresser, wie Mammute, ?hneln.

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news-51849Fri, 08 May 2020 12:00:51 +0200 Coronavirus-Forschung mit vereinten Kr?ftenhttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/coronavirus-forschung-mit-vereinten-kraeften/Genomforscherinnen und -forscher schlie?en sich zur Deutschen COVID-19 OMICS Initiative (DeCOI) zusammen – Beteiligung der Universit?t und des Universit?tsklinikums TübingenWie ver?ndert das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) seine Erbinformation? Welche weiteren Infektionen bei Patienten mit COVID-19 treten auf? Gibt es genetische Risikofaktoren, die eine Infektion begünstigen? Zahlreiche Genomforscherinnen und -forscher sind intensiv damit besch?ftigt, ihre Expertise und Sequenzier-Infrastruktur zu bündeln, um einen wissenschaftlichen Beitrag zur Bew?ltigung der COVID-19-Pandemie zu leisten. Diese Aktivit?ten werden nun offiziell in der Deutschen COVID-19 OMICS Initiative (DeCOI) zusammengeführt, um die Forschung zu beschleunigen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an mehr als 22 Institutionen sind aktiv an DeCOI beteiligt – und es werden mehr.

Die zentrale Koordination von DeCOI liegt zurzeit bei Professor Joachim Schultze von der Universit?t Bonn. Von der Universit?t Tübingen beteiligen sich Professor Oliver Kohlbacher vom Interfakult?ren Institut für Biomedizinische Informatik und Dr. Sven Nahnsen vom Quantitative Biology Center. Am Universit?tsklinikum Tübingen sind Professor Olaf Rie? und Professor Stephan Ossowski, beide vom Institut für Medizinische Genetik und Angewandte Genomik, sowie Professorin Julia Frick vom Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene Mitglieder der Initiative.

An vielen Stellen in der Welt wird inzwischen das Genom von SARS-CoV-2 sequenziert, um damit Ver?nderungen der Erbinformation des Virus zu charakterisieren. Je mehr solche Virusgenome sequenziert werden, desto besser k?nnen Wissenschaftler die Variation des Virus verstehen. Mit der Analyse der Verwandtschaftsstruktur einzelner Viren lassen sich Rückschlüsse auf deren Herkunft und auf unterschiedliche Formen des Virus in der Bev?lkerung ziehen. 

Neben der Sequenzierung der Virusgenome werden auch sogenannte Metagenome bestimmt, die etwas darüber aussagen, welche weiteren Infektionen bei Patienten mit COVID-19 m?glicherweise auftreten. ?Au?erdem k?nnten bestimmte k?rpereigene Mikroorganismen die Empf?nglichkeit eines Menschen für eine COVID-19-Infektion mit beeinflussen“, erkl?rt Julia Frick. Um der Frage nachzugehen, wie solche Mikroorganismen oder Begleitinfektionen die Schwere der Erkrankung beeinflussen, wollen Wissenschaftler des DeCOI bis zu 2000 Metagenome bei COVID-19 Patienten in Deutschland sequenzieren.

Eine andere DeCOI-Gruppe vermutet, dass es auch genetische Risikofaktoren gibt, die die Wahrscheinlichkeit sich zu infizieren oder die Schwere der Erkrankung beeinflussen k?nnen. ?Um genetische Risikofaktoren zu erkennen, müssten wir von vielen tausend Patienten deren Genom sequenzieren, eine Aufgabe, die besonders effektiv nur in internationalen Verbünden erfolgen kann“, sagt Professor Olaf Rie? vom Universit?tsklinikum Tübingen. Deshalb habe man sich mit DeCOI frühzeitig mit europ?ischen und internationalen Kollegen weltweit vernetzt.

Ziel der funktionellen Genomik ist es, ganze Organsysteme funktionell zu charakterisieren. H?ufig werden dabei mehrere molekulare Ebenen der Regulation erfasst und kombiniert (Multi-Omics-Analysen). An mehreren Standorten in Deutschland werden diese Verfahren im Rahmen klinischer Studien genutzt, um zum Beispiel die Wirksamkeit neuer Medikamente gegen SARS-CoV-2 zu testen. Weitere Einsichten in das komplexe Geschehen im K?rper von Erkrankten erm?glicht die noch sehr junge Methode der Einzelzell-Sequenzierung. DeCOI-Forscher sind in gro?en internationalen Konsortien unter anderem daran beteiligt, die Verteilung der Rezeptoren auf den Zellen des K?rpers zu bestimmen, die für den Eintritt des SARS-CoV-2 verantwortlich gemacht werden. Ziel ist herauszubekommen, welche Immunzellen in Prozesse involviert sind, die besonders bei Patienten mit schweren Verl?ufen vorkommen, um neue Therapiem?glichkeiten zu erkennen.

Die Genomforschung produziert in all ihren Bereichen immense Datenmengen, die zur Auswertung der Forschungsergebnisse computergestützt analysiert werden. ?Nur wenn wir klinische Daten und Genomdaten sinnvoll miteinander verknüpfen, werden wir m?glichst viel zum Verst?ndnis von COVID-19 beitragen k?nnen“, sagt Oliver Kohlbacher. Durch den Zusammenschluss zur DeCOI wollen die Forscherinnen und Forscher parallel viele Fragen gemeinsam und schneller beantworten k?nnen. DeCOI soll mit weiteren Initiativen eng vernetzt werden, um weltweit fundiertes Wissen zur Bew?ltigung der Krise beizutragen.

Die Mitglieder der Deutschen COVID-19 OMICS Initiative (DeCOI):

Robert Bals (Universit?t des Saarlandes), Ezio Bonifacio (TU Dresden), Maria Colome-Tatche (Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt/HMGU), Andreas Diefenbach (Charité – Universit?tsmedizin Berlin), Alex Dilthey (Universit?tsklinik Düsseldorf), Nicole Fischer (Universit?tsklinikum Hamburg-Eppendorf), Julia Frick (Universit?tsklinikum Tübingen), Konrad F?rstner (ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften), Julien Gagneur (TU München), Michael Hummel (Charité; German Biobank Node), Birte Kehr (Charité), Andreas Keller (Uni des Saarlandes), Sarah Kim-Hellmuth (TU München), Oliver Kohlbacher (Universit?t Tübingen), Ingo Kurth (RWTH Aachen), Markus Landthaler (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin/MDC), Kerstin Ludwig (Universit?tsklinikum Bonn/UKB), Alice McHardy (Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig), Christian Mertes (TU München), Markus N?then (UKB), Peter Nürnberg (Universit?t zu K?ln), Uwe Ohler (MDC), Klaus Pfeffer (Uniklinik Düsseldorf), Nikolaus Rajewsky (MDC), Markus Ralser (Charité), Olaf Rie? (Universit?tsklinikum Tübingen), Stephan Ripke (Charité), Philip Rosenstiel (Universit?t Kiel), Joachim Schultze (Universit?t Bonn/DZNE), Oliver Stegle (Deutsches Krebsforschungszentrum), Fabian Theis (HMGU), Janne Vehreschild (Uni K?ln), Max von Kleist (Robert Koch-Institut), J?rn Walter (Uni des Saarlandes) und Dagmar Wieczorek (Uniklinik Düsseldorf).

Kontakt:

Prof. Dr. Oliver Kohlbacher
Universit?t Tübingen
Interfakult?res Institut für Biomedizinische Informatik (IBMI)
+49 7071 29-70457
oliver.kohlbacherspam prevention@www.breewood.com

Dr. Sven Nahnsen
Universit?t Tübingen
Quantitative Biology Center
+49 7071-29-72163
sven.nahnsenspam prevention@qbic.www.breewood.com

Prof. Dr. Olaf Rie?
Universit?tsklinikum Tübingen
Institut für Medizinische Genetik und Angewandte Genomik
+49 7071 29-76408
olaf.riessspam prevention@med.www.breewood.com

Prof. Dr. Stephan Ossowski
Universit?tsklinikum Tübingen
Institut für Medizinische Genetik und Angewandte Genomik
+49 7071 29-72279
stephan.ossowskispam prevention@med.www.breewood.com

Professorin Julia Frick
Universit?tsklinikum Tübingen
Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene
julia-stefanie.frickspam prevention@med.www.breewood.com

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news-51873Fri, 08 May 2020 10:57:00 +0200 Sommeruni entf?llt im Sommersemesterhttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/sommeruni-entfaellt-im-sommersemester/Universit?t Tübingen und Universit?tsstadt Tübingen setzen ?ffentliche Vorlesungsreihe aus Die Universit?t Tübingen und die Universit?tsstadt Tübingen setzen in diesem Jahr die Veranstaltungsreihe ?Sommeruni“ aus. Die ?ffentlichen Vorlesungen finden üblicherweise in den ersten beiden Augustwochen statt und geben Einblicke in aktuelle Tübinger Forschungsprojekte. Die Absage des Kooperationsprojekts dient sowohl dem Gesundheitsschutz der Besucherinnen und Besucher als auch der veranstaltenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Es l?sst sich zurzeit nicht absch?tzen, ab wann Pr?senzveranstaltungen mit einem gr??eren Publikum wieder m?glich sein werden.

Die Sommeruniversit?t wird seit 2004 gemeinsam von der Universit?tsstadt Tübingen und der Universit?t Tübingen organisiert. Die Veranstalter bitten um Verst?ndnis, die Universit?t informiert auf ihrer Homepage unter: 
http://www.breewood.com/universitaet/campusleben/veranstaltungen/zentrale-veranstaltungen/sommeruniversitaet/  

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news-51780Thu, 07 May 2020 11:01:14 +0200 Wiederer?ffnung der Ausstellung ?Alte Kulturen“ auf Schloss Hohentübingenhttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/wiedereroeffnung-der-ausstellung-alte-kulturen-auf-schloss-hohentuebingen-1/Nach der Schlie?ung wegen des Coronaschutzes ist das Museum der Universit?t Tübingen von Samstag, 9. Mai 2020, an wieder zug?nglich – mit neuen RegelnDas Museum der Universit?t Tübingen MUT ?Alte Kulturen“ auf Schloss Hohentübingen ?ffnet am Samstag, 9. Mai 2020, um 10 Uhr wieder seine Türen für Besucherinnen und Besucher – mit neuen Regeln zur Einhaltung der vorgeschriebenen Infektionsschutzma?nahmen des Robert-Koch-Instituts. Im Kabinettraum wird die derzeitige Werkschau ?Life and Meaning ... it's personal“ der New Yorker Künstlerin Morgan O'Hara (Invited Artist der Universit?t Tübingen 2019) mit Kunstwerken von Tübinger Studentinnen und Studenten zu sehen sein sowie die Sonderausstellungen ?Die unsichtbare Ausstellung. Versteckte Objekte von Stefan G?ler“ und ?UDO. Der erste Fu?g?nger“.

Wie der Ausstellungsbesuch m?glich wird

Bereits vor dem Eingang ins Museum ?Alte Kulturen“ legen die Besucherinnen und Besucher Mund- und Nasenschutz an. Sie werden durch ein Leitsystem unter Berücksichtigung der 1,5 Meter-Abstandsregel zur Kasse geführt, wo sie das Personal hinter Plexiglas erwartet. In den Sanit?rbereichen, im Eingang und Ausgang steht Desinfektionsmittel bereit.

Dann wird der Museumsbesuch zur Einbahnstra?e: über ein Wegeleitsystem k?nnen Besucherinnen und Besucher alle Sammlungsobjekte und die drei Sonderausstellungen besichtigen. Eingang und Ausgang sind dabei voneinander getrennt. Die kleineren R?ume innerhalb des Museums weisen zus?tzliche Zugangsbeschr?nkungen auf, die über Aush?nge oder Kundenstopper genauer erl?utert werden, so der Eiszeitraum mit Exponaten aus dem UNESCO-Weltkulturerbe ?H?hlen und Eiszeitkunst der Schw?bischen Alb“.

Allgemein gilt die Faustregel: eine Person pro 15 Quadratmeter, ausgenommen Familien und Lebenspartnerschaften. Das Aufsichtspersonal wird all diese Regelungen im Blick haben.

Was noch nicht wieder geht

Aus Infektionsschutzgründen sind Gruppenführungen, Führungen mit dem Audioguide und Workshops weiterhin nicht m?glich. Auch die regelm??igen Themenvortr?ge und Highlight-Führungen des Museums k?nnen bis auf Weiteres nicht stattfinden. Alle Gro?veranstaltungen auf dem Schloss Hohentübingen sind abgesagt, darunter die 8. Tübinger Kulturnacht am 9. Mai 2020 und der Familientag am 10. Mai 2020.

Was immer geht: Digitaler Ausstellungsbesuch

Das MUT bietet drei verschiedene Formate zum digitalen Ausstellungsbesuch an:

Das eMuseum gibt einen Ein- und überblick über die Vielfalt der Objekte und über die 70 Sammlungen an der Universit?t Tübingen – den meisten an einer deutschen Universit?t.
eMuseum: https://www.emuseum.www.breewood.com/objects/images 

Das 3D-Museum zeigt alle Details ausgew?hlter Objekte: Hier k?nnen die gescannten Stücke – etwa auch die Eiszeitfiguren – von allen Seiten betrachtet werden, wie es selbst in der analogen Ausstellung nicht m?glich ist.
3D-Museum: https://www.unimuseum.www.breewood.com/de/sammlungen/3d-museum.html 

Die 360°-Ausstellungen des MUT bieten den Schritt in die n?chste Dimension: Sie bieten Eintritt in die virtuelle r?umliche Welt einer Ausstellung – so etwa in die letztj?hrige Leonardo-Ausstellung oder die ganz aktuelle zu Morgan O’Haras Studierenden-Projekt ?Life and meaning… It’s personal“. Man betritt die Ausstellung und kann selbst entscheiden, wohin man geht, welches Bild man ansehen und welches Modell oder welchen Text man aufrufen m?chte.
360°-Ausstellungen: https://www.unimuseum.www.breewood.com/de/ausstellungen/online-ausstellungen/360-ausstellungen.html 

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news-51750Wed, 06 May 2020 20:00:00 +0200 Tropischer Schlangenhalsvogel lebte im Allg?uhttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/tropischer-schlangenhalsvogel-lebte-im-allgaeu/Pal?ontologen bergen 11,5 Millionen Jahre alte Fossilien in der Menschenaffen-Fundstelle HammerschmiedeDie Hammerschmiede im Allg?u (Bayern), Fundstelle des ersten zweibeinig laufenden Menschenaffen Danuvius guggenmosi, liefert auch spektakul?re Fossilien von V?geln: Wissenschaftler des Senckenberg Forschungsinstituts und Naturmuseums Frankfurt und der Universit?t Tübingen haben dort Knochen eines Schlangenhals-Vogels geborgen, wie sie im Fachmagazin PLOS One berichten. Anhinga pannonica lebte vor rund 11,5 Millionen Jahren und war deutlich gr??er als seine heutigen Verwandten in den Tropen.

Schlangenhalsv?gel (Gattung Anhinga) sind Tauchv?gel tropisch-subtropischer Seen und Flüsse. Heute leben insgesamt vier Arten in Süd- und Mittelamerika, Afrika südlich der Sahara sowie dem tropischen Asien und Australien. Beim Tauchen ragt nur ihr sehr langer, schlanker Hals samt Kopf aus dem Wasser, was den Eindruck einer schwimmenden Schlange vermittelt. Die im englischen darter genannten V?gel besitzen einen spitzen, pfeilartigen Schnabel. Dieser wird mithilfe einer unter V?geln einmaligen Anatomie der Halswirbel blitzschnell nach vorn katapultiert: Einem Dart-Pfeil gleich, spie?en die V?gel so mit ihrem Schnabel Fische und andere Beutetiere auf.

Der Schlangenhalsvogel der Hammerschmiede geh?rt zu der ausgestorbenen Art Anhinga pannonica, von der bislang allerdings nur wenige einzelne Knochen bekannt waren. ?Durch die neuen Funde ist es nun m?glich, die Anatomie dieser seit 1916 bekannten Art detaillierter zu untersuchen und ihre Biologie besser zu verstehen“, sagt der Ornithologe und Studienleiter Dr. Gerald Mayr vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum in Frankfurt.

Mit einer Flügelspannweite von wahrscheinlich mehr als 150 Zentimetern war die fossile Art etwa 30 Prozent gr??er als heutige Schlangenhalsv?gel. Mit etwa 3,3 Kilo K?rpergewicht war Anhinga pannonica sogar mehr als doppelt so schwer wie lebende Arten. ?Sehr gro?e ausgestorbene Schlangenhalsv?gel sind vor allem aus Südamerika bekannt, doch die neuen Funde dokumentieren, dass diese V?gel deutlich weiter verbreitet waren als bisher vermutet“, erkl?rt Mayr. ?Das Vorkommen dieser heute nur in den Tropen lebenden Vogelgruppe belegt zudem eindrücklich die Unterschiede zwischen der heutigen Vogelwelt im Voralpenland und dem mehr als 11 Millionen Jahre alten ?kosystem der Hammerschmiede.“

Schlangenhalsv?gel gelten als Spezialisten im Flachtauchen, heutige Arten jagen selbst in Gew?ssern mit weniger als 50 Zentimetern Wassertiefe. ?Das passt gut zu den Flie?gew?ssern der Hammerschmiede, der Bachlauf der die Knochen von Danuvius lieferte, hatte eine mittlere Tiefe von etwa 80 Zentimetern“, erg?nzt Thomas Lechner, Grabungsleiter und Doktorand am Senckenberg Zentrum für Menschliche Evolution und Pal?oumwelt der Universit?t Tübingen. ?Ein h?heres Gewicht, verbunden mit einer geringeren Pneumatisierung der Knochen ? also weniger luftgefüllten Hohlr?umen in den Knochen ? und einer vollst?ndigen Durchn?ssung des Gefieders verringert ihren Auftrieb und unterstützt Schlangenhalsv?gel beim Tauchen“, sagt die ebenfalls beteiligte Professorin Madelaine B?hme. Und Mayr fügt hinzu: ?Um wieder flugf?hig zu sein, müssen heutige Schlangenhalsv?gel nach jedem Tauchgang ihr Gefieder mit gespreizten Flügeln trocknen. Die hohen Verdunstungsraten in warmen Klimaten sind ein wesentlicher Grund, warum sie in tropischen Regionen leben.“

In ihrer Studie identifizieren die Wissenschaftler auch weitere Funde von Anhinga pannonica aus Bayern, die bislang für Kormorane gehalten wurden. Sie sind 16 Millionen Jahre alt und damit die ?ltesten Vertreter dieser Art der Schlangenhalsv?gel, die vor sechs Millionen Jahren ausstarb. Anhinga pannonica lebte somit geographisch weiter verbreitet und sehr viel l?nger auf der Erde als bislang bekannt. ?Mit etwa zehn Millionen Jahren ist diese Spezies au?ergew?hnlich langlebig, eine Art Methusalem selbst unter V?geln. S?ugetierarten erreichen hingegen nur eine Existenzdauer von etwa 2,5 Millionen Jahren“, erl?utert B?hme. ?Die geographische Verbreitung einer w?rmeliebenden Art über 50 Breitengrade, nachgewiesen vom Tagebau Hambach bei K?ln bis zum ?quator in Kenia, zeigt, dass das Erdklima im Mioz?n (23-5 Millionen Jahre vor heute) deutlich w?rmer war als heute.“ 

Publikation:

Gerald Mayr, Thomas Lechner, and Madelaine B?hme. The large-sized darter Anhinga pannonica (Aves, Anhingidae) from the late Miocene hominid Hammerschmiede locality in Southern Germany. PLoS ONE, Mai 2020. DOI 10.1371/journal.pone.0232179

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news-51693Tue, 05 May 2020 11:03:08 +0200 Universit?t Tübingen startet Vorlesungsreihen zur Covid-19-Pandemiehttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/universitaet-tuebingen-startet-vorlesungsreihen-zur-covid-19-pandemie/Mediziner, Naturwissenschaftler, Rhetoriker, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler berichten über den aktuellen Stand der ForschungDie Universit?t Tübingen wird im aktuellen Sommersemester mehrere Vorlesungsreihen zur Covid-19-Pandemie anbieten, die sich an Studierende, aber auch an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger richten. Veranstaltet werden die Vorlesungsreihen von der Medizinischen Fakult?t, der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakult?t sowie vom Seminar für Allgemeine Rhetorik.

?Wir sehen ein enormes Interesse in der breiten ?ffentlichkeit an verl?sslichen Informationen über die Besonderheiten des neuartigen Coronavirus, Krankheitsbilder, Therapiem?glichkeiten sowie die m?glichen Folgen der Pandemie“, sagte der Studiendekan der Medizinischen Fakult?t, Professor Stephan Zipfel. ?Deswegen haben wir uns spontan entschlossen, diese zus?tzliche Vorlesungsreihe anzubieten.“ 

Themen der von der Medizinischen Fakult?t veranstalteten Reihe sind unter anderem m?gliche Medikamententherapien gegen Covid-19, Impfstoffentwicklung, psychische Folgen einer Infektion sowie ethische Fragen. Die Vorlesungen werden bis zum 27. Juli jeweils dienstags um 12.00 Uhr live über die Webseite der Sectio Chirurgica ausgestrahlt und k?nnen auch von Personen, die nicht Studierende oder Besch?ftigte der Universit?t sind, ohne Login mitverfolgt werden. In der 25. Kalenderwoche gibt es zwei Vorlesungstermine, am Dienstag, den 16. Juni, und zus?tzlich am Donnerstag, den 18. Juni. Alle diejenigen, die die Live-Ausstrahlung über die Webseite der Sectio Chirurgica verpasst haben, k?nnen sich die Vorlesungen zeitversetzt auf dem Youtube-Kanal der Universit?t ansehen. Dort wurde für die Vorlesungsreihe eine eigene Playlist eingerichtet. 

Eine zweite Vorlesungsreihe zu den politischen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie bereitet derzeit die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakult?t der Universit?t Tübingen vor. Diese werden voraussichtlich am 29. Juni 2020 beginnen und wochentags allabendlich um 18.30 Uhr stattfinden. Die letzte Vorlesung ist für den 15. Juli 2020 geplant. Professorinnen und Professoren aus der Fakult?t werden in kurzen Vortr?gen ausgew?hlte Aspekte der Covid-19-Pandemie vor dem Hintergrund ihrer Forschung beleuchten, gefolgt von einer Diskussion von Fragen aus dem virtuellen Publikum. Auch diese Vorlesungsreihe kann von Interessierten, die nicht Studierende oder Besch?ftigte der Universit?t sind, ohne Login mitverfolgt werden.

Am Seminar für Allgemeine Rhetorik hat sich Professor Olaf Kramer der Corona-Krise angenommen. In seiner Vorlesung ?Rhetorik der Corona Krise“ geht es um die politischen, sozialen und kulturellen Folgen der Corona-Epidemie: Wie reden Politikerinnen und Politiker über die Krise? Welche Strategien und Techniken werden eingesetzt, um Menschen zu Verhaltens?nderungen zu bewegen? Warum bef?rdert die Krise nationalistische und autorit?re Antworten? Wie lassen sich effektive Epidemiebek?mpfung und demokratische Freiheitsrechte vers?hnen? Was lernen wir durch die Krise über effektive Wissenschaftskommunikation? Das sind Fragen, die in der Vorlesung an Hand aktueller Beispiele allgemeinverst?ndlich diskutiert werden. Die Vorlesung wird jeweils donnerstags auf YouTube ver?ffentlicht.

Der Rektor der Universit?t, Professor Bernd Engler, begrü?te die Initiativen: ?Im Zuge unserer Exzellenzstrategie wollen wir aktuelles, gesellschaftlich relevantes Wissen künftig verst?rkt auch mit Menschen teilen, die keinen direkten Zugang zur Wissenschaft haben.“ Gerade in Krisen wie der aktuellen Corona-Pandemie steige das Bedürfnis nach zuverl?ssigen Informationen aus erster Hand: ?Dieser Aufgabe werden die Vorlesungsreihen in bester Weise gerecht.“  

Bislang stehen folgende Termine und Themen in der Reihe der Medizinischen Fakult?t fest:  

21.4.    Professor Nisar Malek    Klinischer Verlauf bei Covid-19 (abrufbar im Youtube-Kanal der Universit?t)
28.4.    Professor Thomas Iftner    Grundlagen zum speziellen Sars-2-Virus und Testung (abrufbar im Youtube-Kanal der Universit?t)
5.5.    Professor Karl Oliver Kagan        Schwangerschaft und Covid
12.5.     Professor Peter Kremsner        Medikament?se Strategien
19.5.    Professor Peter Rosenberger    Intensivmedizinische Herausforderungen
26.5.    Dr. Jan Liese                Hygiene
2.6.    Professor Andreas Birkenfeld     Diabetes und Covid
9.6.    Professor Konstantin Nikolaou    Radiologische Befunde
16.6.    Professor Meinrad Gawaz        Kardiologische Befunde
18.6.     Professor Thilo Stehle        Die Strukturaufkl?rung des SARS-CoV2 zeigt Ansatzpunkte für eine antivirale Therapie
23.6    Professorin Ghazaleh Tabatabai    Neurologische Befunde
30.6.    Professor Stephan Zipfel / Dr. Florian Junne    Mental Health
2.7.    Professor Peter Martus        Biometrie und Epidemiologie
7.7.    Professor Oliver Kohlbacher        Bioinformatik-basierte Forschungsans?tze
14.7.    Professor Hans-Georg Rammensee        Impfstoffentwicklung und immunologische Aspekte
21.7.    Professor Urban Wiesing        Mortalit?t und Moral. Ethische Aspekte der Corona-Pandemie
27.7.    Professor Falko Fend            Pathologie und Reflektion des 1. Covid-Patienten am UKT

Weblinks: 

Youtube-Kanal der Universit?t:
https://www.youtube.com/channel/UCfqmh9cUkSo--IVhnO7Lo2A 

Vorlesungsreihe der Medizinischen Fakult?t:
https://www.sectio-chirurgica.de/ 

Vorlesungsreihe der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakult?t:
http://www.breewood.com/de/177084 

Vorlesungsreihe der Allgemeinen Rhetorik:
https://www.youtube.com/channel/UCIzxcRo54I8na9EjQd5Njsw 

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news-51687Tue, 05 May 2020 10:44:43 +0200 Schon der falsche Ort kann eine allergische Reaktion ausl?senhttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/schon-der-falsche-ort-kann-eine-allergische-reaktion-ausloesen/Forschungsteam der Universit?t Tübingen entschlüsselt Mechanismus des Lernens fehlangepasster allergischer Antworten auf eine neutrale Umgebung und die entscheidende Rolle des SchlafsPressemitteilungenLandingpage-Aktuellnews-51630Mon, 04 May 2020 18:21:39 +0200 Forscher durchleuchten 2600 Jahre alten unterirdischen Friedhof aus dem alten ?gyptenhttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/forscher-durchleuchten-2600-jahre-alten-unterirdischen-friedhof-aus-dem-alten-aegypten/In Sakkara wurden Priester einer geheimnisvollen Schlangeng?ttin bestattet: Deutsch-?gyptisches Team untersucht Grabanlage mit modernsten Methoden und st??t immer wieder auf überraschungenWissenschaftler der Universit?t Tübingen sind im ?gyptischen Sakkara einem 2600 Jahre alten Kult um die Schlangeng?ttin Niut-schies auf der Spur -– mit modernsten chemischen und digitalen Methoden. Bereits seit 2016 erforscht das deutsch-?gyptische Team die ausgedehnte unterirdische Grabanlage rund 20 Kilometer südlich von Kairo. Sarkophage aus sechs Grabkammern seien inzwischen ge?ffnet, zahlreiche Mumien und Objekte untersucht, sagt Grabungsleiter Dr. Ramadan Badry Hussein. Gemeinsam mit dem ?gyptischen Antikenministerium pr?sentierte er der ?ffentlichkeit die jüngsten Ergebnisse.

Wie schon 2018 berichtet, war das Team der Universit?t Tübingen in Sakkara auf eine gut erhaltene Mumifizierungswerkstatt mit einer Grabanlage aus der 26. Dynastie (ca. 664-525 v.Chr.) gesto?en. Die Grabanlage besteht aus mehreren Grabkammern, die in die Seitenw?nde eines tiefen Schachtes geschlagen wurden. In 30 Meter Tiefe fanden die Wissenschaftler insgesamt sechs unberührte Grabkammern mit 17 Mumien vor. Nach einem Jahr Ausgrabungsarbeiten und Dokumentation gehen sie davon aus, dass es sich um einen unterirdischen Friedhof für Priester und Priesterinnen handelt: Durch Texte auf Sarkophagen und S?rgen habe man die meist weiblichen Mumien als Priester(innen) einer geheimnisvollen Schlangeng?ttin namens Niut-schies (w?rtlich übersetzt: ?Die St?tte ihres Sees“) identifiziert, berichtet Hussein. Es gebe Hinweise darauf, dass Niut-schies w?hrend der 26. Dynastie eine prominente G?ttin wurde, ihr war ein gro?er Tempel in Memphis, der Verwaltungshauptstadt des alten ?gypten geweiht.

Reiche Grabbeigaben für Priester der Schlangeng?ttin

Offensichtlich hatten die wirtschaftlichen Einnahmen dieses Tempels den Priesterinnen und Priestern einen hohen sozialen und ?konomischen Status verschafft. Mindestens zwei Generationen von ihnen wurden im gleichen Grabkomplex beigesetzt. Sie erhielten wertvolle Grabbeigaben wie Sarkophage, Holzs?rge, sogenannte Kanopen-Krüge aus Alabaster, Statuetten und eine vergoldete Silbermaske.

Die sechste Grabkammer war erst im Jahr 2019 hinter einer unscheinbaren Steinmauer entdeckt worden. Dort war unter anderem eine Frau namens Didibastet beerdigt, die offensichtlich eine herausragende Stellung einnahm: Bei ihr fanden die Wissenschaftler erstmals in einem ?gyptischen Grab insgesamt sechs Kanopenkrüge. üblicherweise bewahrten die alten ?gypter bei der Mumifizierung Lunge, Magen/Milz, Darm und Leber einbalsamiert in vier eigenen Krügen auf, die in der Grabkammer unter dem Schutz der ?vier S?hne des Horus“ aufgestellt wurden. Wie die Durchleuchtung der zus?tzlichen Krüge per Computertomographie (CT) ergab, enthalten diese ebenfalls menschliches Gewebe. Ein Radiologe arbeitet an der Identifizierung der Organe. Demnach w?re bei Didibastet eine spezielle Form der Mumifizierung angewandt worden, bei der sechs Organe ihres K?rpers erhalten blieben.

Eine Besonderheit sind auch die Herkunft einer Priesterin und eines Priesters aus der gleichen Grabkammer: Sie waren m?glicherweise Einwanderer, denn ihre Namen, Ayput und Tjanimit, waren in der libyschen Gemeinschaft verbreitet, die sich ab der 22. Dynastie (ca. 943-716 v. Chr.) in ?gypten niederlie?. Das alte ?gypten gilt als multikulturelle Gesellschaft, die Einwanderer aus verschiedenen Teilen der antiken Welt aufnahm, darunter Griechen, Libyer und Ph?nizier.

Maske aus reinem Silber

An weiteren Funden wurden inzwischen detaillierte Analysen durchgeführt, so auch an der vergoldeten Silbermaske, die das Team ebenfalls 2018 pr?sentiert hatten. Sie bedeckte das Gesicht der Mumie einer Priesterin und gilt als Sensation: Von ihrer Art sind weltweit insgesamt nur drei erhaltene Masken bekannt, die letzte wurde 1939 in ?gypten gefunden. ?Durch R?ntgenfluoreszenz konnten wir feststellen, dass hier au?erordentlich wertvolles Material verwendet wurde“, sagt Hussein. Das Silber weise eine Reinheit von 99,07 Prozent auf, das sei sogar mehr als die üblichen 92,5 Prozent bei einem Sterling Silber.

Die in Schalen und T?pfen der Mumifizierungswerkstatt konservierten Fette, ?le und Harze werden derzeit von Arch?ologen und Chemikern der Universit?t Tübingen, der Ludwigs-Maximilians-Universit?t München sowie des ?gyptischen Nationalen Forschungszentrums in Kairo analysiert. Die Erkenntnisse zeigen, welche Substanzen im alten ?gypten zur Mumifizierung verwendet wurden, darunter Bitumen, Pistazienharz, Bienenwachs und Tierfett. ?Diese Funde aus Sakkara erm?glichen einen einmaligen Einblick in die Balsamierungspraktiken der alten ?gypter“, sagt Professor Philipp Stockhammer, Projektpartner an der LMU München. Die Erkenntnisse seien auch für die moderne Anatomie und deren Konservierungspraktiken von Interesse.

Zudem erfassen die Wissenschaftler seit einigen Jahren die gesamte unterirdische Grabanlage mit einer Kombination aus Laserscanning und bildbasierten 3D-Verfahren: So konnte eine hochpr?zise 3D-Dokumentation erstellt werden, mit der die r?umlichen Zusammenh?nge sichtbar wurden.

Ausgrabungen gehen weiter

Die Funde aus Sakkara werden die Forscher noch eine Weile besch?ftigen: Aus den Gr?bern wurden insgesamt 54 Mumien und Skelette, fünf gro?e Sarkophage, ein Dutzend Kanopenkrüge aus Kalzit (?gyptischer Alabaster) und tausende von Shawabtis-Figuren geborgen. Ab Winter 2020 wollen die Wissenschaftler wieder vor Ort weiterarbeiten. über die bisherigen Grabungen der Universit?t Tübingen in Sakkara startet der amerikanische Sender National Geographic ab 12. Mai eine vierteilige Dokumentation, die ab dem 28. Juni auch in Deutschland ausgestrahlt werden soll.

Englischsprachiger Beitrag zu den Ausgrabungen bei National Geographic: https://www.nationalgeographic.com/history/2020/05/ancient-egyptian-funeral-home-one-stop-shop-afterlife/

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news-51537Wed, 29 Apr 2020 10:19:50 +0200 Museumsbesuch auf dem Sofahttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/museumsbesuch-auf-dem-sofa/Im virtuellen Museum des Sonderforschungsbereichs RessourcenKulturen reisen Besucher um die Welt und durch die ZeitWas haben über 3000 Jahre alte Kunstgegenst?nde aus der K?nigsgruft von Qa?na im heutigen Syrien, der ca. 1000 Jahre alte Wall im nordeurop?ischen Haithabu und die mittelalterlichen Burgen Staufeneck und Ramsberg im Filstal gemeinsam? Sie alle repr?sentieren Macht. Und sie alle sind Teil der Ausstellung ?Symbole der Macht - (Un)sichtbare Repr?sentation“ im virtuellen Museum des Sonderforschungsbereichs RessourcenKulturen an der Universit?t Tübingen, das seit M?rz online zu besichtigen ist. 

Drei ?R?ume“ erwarten die Besucher: Man kann durch die Ausstellung schlendern, sich interessante Objekte, wie Donut-Steine aus dem Iran, antike Zisternen auf Mittelmeerinseln und Wikingerkatzen in der Schausammlung ansehen oder man klickt sich durch die vielen Projekte im Depot, in denen der Sonderforschungsbereich aktiv ist. An einer Timeline entlang k?nnen Projekte von der Altsteinzeit bis in die Gegenwart durchwandert werden, an denen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Arch?ologie, Ethnologie, Geschichts- und Geowissenschaft, sowie vielen Fachrichtungen mehr, interdisziplin?r arbeiten.

?Die Idee für das Museum entstand vor etwa zwei Jahren“, sagt Professor Thomas Thiemeyer, der die Projektgruppe rund um das virtuelle Museum geleitet hat. ?Wir m?chten nicht nur das Fachpublikum ansprechen, sondern einer breiteren ?ffentlichkeit zeigen, wie Wissenschaft arbeitet und wie wir über die Analyse von Fundstücken, die zum Teil tausende Jahre alt sind, zu neuen Erkenntnissen kommen, die auch heute relevant sind.“ ?Es war natürlich auch eine Herausforderung, mit den über 60 Mitgliedern unseres Sonderforschungsbereichs an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten“, meint Dr. Sandra Teuber, die wissenschaftliche Koordinatorin des SFB 1070 und erg?nzt: ?Das Beeindruckende war aber, dass wirklich alle sich mit Ihren Ideen, Fotos, Videos und Texten eingebracht haben, und das neben ihrer eigentlichen Forschung.“

Das virtuelle Museum des Sonderforschungsbereichs 1070 RessourcenKulturen macht den Museumsbesuch von zu Hause aus m?glich und ist damit gerade jetzt der richtige ?Besuchertipp“.

Zum Museum: https://museum-ressourcenkulturen.de

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news-51435Fri, 24 Apr 2020 14:56:12 +0200 Geburt eines ?Schneemanns“ am Rand des Sonnensystemshttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/geburt-eines-schneemanns-am-rand-des-sonnensystems/Astrophysiker des israelischen Technion und der Universit?t Tübingen erforschen die Entstehung des asteroid?hnlichen Objekts Arrokoth im KuipergürtelDas asteroid?hnliche Objekt Arrokoth im Kuipergürtel ist das erdfernste Objekt am Rand unseres Sonnensystems, das von einer Sonde besucht und ins Bild gesetzt wurde. Sein Aufbau aus zwei ungleich gro?en rundlichen Teilen, die durch einen schmalen Hals verbunden sind, trug ihm den Spitznamen ?Schneemann“ ein. Ein Forschungsteam unter der Leitung von Evgeny Grishin, Dr. Uri Malamud und Professor Hagai Perets von Technion, dem Israel Institute of Technology, hat untersucht, wie sich die ursprünglich zwei K?rper von Arrokoths Gestalt aneinanderfügten, ohne in einer Kollision zerst?rt zu werden. Oliver Wandel und Dr. Christoph Sch?fer vom Institut für Astronomie und Astrophysik der Universit?t Tübingen haben die Simulationen entwickelt, mit denen die Wissenschaftler ihre Hypothesen überprüft haben. Danach gehen sie davon aus, dass Arrokoth im komplexen Dreiersystem mit der Sonne durch die langsame Ann?herung zweier kleiner K?rper entstanden ist. Mit ihrem Modell l?sst sich allgemein die Entstehung vieler Doppelsysteme im Kuipergürtel erkl?ren. Ihre Studie wurde in der Fachzeitschrift Nature ver?ffentlicht.

Arrokoth erhielt am 1. Januar 2019 Besuch von der Raumsonde der NASA New Horizons, die 2006 zur Erforschung von Pluto gestartet war. Die Sonde kam bis auf 5.500 Kilometer an Arrokoth heran. Noch unter den früheren Namen 2014 MU69 und Ultima Thule (lateinisch: ?Der Rand der Welt“) war Arrokoth als geeignetes, nicht zu weit von Pluto entfernt liegendes Objekt zur n?heren Erforschung bei dieser Mission ausgew?hlt worden. Arrokoth bedeutet ?Himmel“ oder ?Wolke“ in der inzwischen ausgestorbenen Sprache Powhatan eines amerikanischen Stammes.

Objekt mit merkwürdigen Eigenschaften

Der Zwergplanet Pluto ist das gr??te Objekt am Rand des Sonnensystems. Daneben finden sich in der Region jenseits von Neptun, die als Kuipergürtel bezeichnet wird, zahllose asteroid?hnliche Objekte, die eine Gr??e von wenigen Metern bis zu Tausenden von Kilometern haben. Die Bedingungen in diesem Bereich unterscheiden sich stark von denen des Schwester-Asteroidengürtels weiter innen im Sonnensystem. Vor allem ist es im Kuipergürtel viel k?lter, und die dortigen Objekte bestehen typischerweise zu gro?en Teilen aus Eis. Die Sonde New Horizons lieferte eine ganze Reihe von Bildern und Informationen über Arrokoth: Es handelt sich um ein rund 30 Kilometer langes Doppelsystem aus sich berührenden K?rpern. ?Arrokoth hat einige merkwürdige Eigenschaften“, sagt Evgeny Grishin. ?Er rotiert mit langsamer Geschwindigkeit um sich selbst, sein ?Tag‘ dauert knapp 16 Stunden. Au?erdem ist sein Neigungswinkel – relativ zu seiner Umlaufbahn um die Sonne – mit 98 Grad sehr gro?.“ Der Schneemann liegt fast auf der Seite.

Die Forscher sind sicher, dass Arrokoth aus zwei kleineren Kuipergürtelobjekten entstanden ist. Doch bisher war der genauere Ablauf unklar. ?Eine zuf?llige direkte Kollision zweier Objekte im Kuipergürtel mit hoher Geschwindigkeit würde die Objekte zerst?ren, da sie mit hoher Wahrscheinlichkeit haupts?chlich aus weichem Eis bestehen“, erkl?rt Grishin. ?Würden sich zwei K?rper in einer kreisf?rmigen Umlaufbahn umeinander drehen – ?hnlich wie der Mond die Erde umrundet –, sich dann langsam spiralf?rmig ann?hern und bei geringer Geschwindigkeit aneinander sto?en, müsste die Eigenrotationsgeschwindigkeit von Arrokoth extrem hoch sein. Das entspricht jedoch nicht der gemessenen langsamen Eigenrotation.“ Die israelischen Forscher haben daher ein Modell entwickelt, das die Bedingungen im Kuipergürtel besser wiedergibt. ?Unserem Modell zufolge umkreisen sich die beiden K?rper, doch weil sie gemeinsam die Sonne umkreisen, handelt es sich nicht um ein Doppel-, sondern um ein Dreiersystem. Solche Systeme, bei denen sich drei Objekte gegenseitig anziehen, haben eine komplexe Dynamik, dies ist in der Physik als das Drei-K?rper-Problem bekannt“, sagt Grishin. ?Das System von Arrokoth verhielt sich aber weder v?llig chaotisch, wie es bei komplexen Dreiersystemen zu erwarten war, noch aber in einfacher und geordneter Weise.“

Hunderte von Simulationen

Die Forscher haben dieses Szenario für die Entstehung von Arrokoth aufgestellt: ?Die beiden Objekte umrundeten sich anfangs in einer weiten, weitgehend kreisf?rmigen Umlaufbahn, die sich in einem langdauernden Prozess in eine stark exzentrische, elliptische Umlaufbahn weiterentwickelte“, beschreibt Hagai Perets die Abl?ufe. ?Wir konnten belegen, dass solche Bewegungsbahnen zu einer Kollision führen k?nnen, die einerseits langsam ist und die Objekte nicht zerst?rt, aber andererseits ein langsam rotierendes, stark geneigtes Objekt zum Ergebnis h?tte, in gleicher Weise, wie Arrokoths Eigenschaften beobachtet wurden.“ Für die detaillierten Simulationen haben die Tübinger Forscher spezielle Computercodes entwickelt, die auf dem Bioinformatik/Astrophysik-Cluster BinAc des Zentrums für Datenverarbeitung der Universit?t laufen. ?Wir mussten Hunderte von Simulationen durchführen, um alle Messdaten aus dem All konsistent zusammenzuführen“, sagt Christoph Sch?fer. Oliver Wandel erg?nzt: ?Die Feldforschung im All ist noch im Frühstadium. Die K?rper, aus denen Arrokoth aufgebaut ist, haben eine hohe Porosit?t, die Eigenschaften des K?rperinnern sind aber nicht genau bekannt. Daher mussten wir mit einer Vielzahl unterschiedlicher Annahmen arbeiten.“

Die Forscher gehen davon aus, dass solche Prozesse, die zur Entstehung von Arrokoth führten, recht verbreitet sind. Bis zu 20 Prozent der Doppelsysteme im Kuipergürtel k?nnten auf ?hnlichem Weg entstanden sein. Auch das System von Pluto und seinem Mond Charon k?nnte durch einen ?hnlichen Prozess entstanden sein. ?Wahrscheinlich spielen solche Abl?ufe allgemein eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Doppelsystemen und Mondsystemen in unserem Sonnensystem“, sagt Uri Malamud. Christoph Sch?fer setzt hinzu: ?Die Objekte im Kuipergürtel sind überbleibsel aus der Zeit, in der die Planeten entstanden sind. Sie sind mehr als 4,5 Milliarden Jahre alt. Durch die Untersuchung dieser Objekte k?nnen wir m?glicherweise auch viel über die Entstehung der Planeten erfahren.“

Publikation:

Evgeni Grishin, Uri Malamud, Hagai B. Perets, Oliver Wandel, Christoph M. Sch?fer: Origin of (2014) MU69-like Kuiper-belt contact binaries from wide binaries. Nature, https://dx.doi.org/10.1038/s41586-020-2194-z

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news-51402Thu, 23 Apr 2020 10:45:00 +0200 Kinder-Uni und Kinder-Uni-Forschertag entfallenhttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/kinder-uni-und-kinder-uni-forschertag-entfallen/Universit?t Tübingen setzt kindgerechte Vorlesungsreihe und Workshops dieses Jahr aus Die Universit?t Tübingen setzt dieses Jahr die Kinder-Uni und den Kinder-Uni-Forschertag aus. Die geplanten Veranstaltungen sind aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Die Ma?nahme dient sowohl dem Gesundheitsschutz der Kinder und Eltern als auch der veranstaltenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Es l?sst sich zurzeit nicht absch?tzen, ab wann Pr?senzveranstaltungen mit einem gr??eren Publikum wieder m?glich sein werden. 

?Diese Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen“, sagte Professorin Karin Amos, Prorektorin für Studierende, Studium und Lehre. Der Vorschlag, die Veranstaltungsreihe im Internet anzubieten, sei diskutiert aber letztlich verworfen worden. ?Der Charme der Kinder-Uni liegt in der Live-Erfahrung eines echten H?rsaals und in dem direkten Kontakt zu Professorinnen und Professoren“, sagte Amos: ?Vor diesem Hintergrund kam für die Universit?t eine digitale Veranstaltungsreihe nicht infrage.“ Das Rektorat bittet die Kinder aus Tübingen und der Region um Verst?ndnis für die Entscheidung. 

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news-51345Tue, 21 Apr 2020 11:00:10 +0200 Wie ziegen?hnliche Gorale im Himalaja besser geschützt werden k?nnenhttp://www.breewood.com/universitaet/aktuelles-und-publikationen/pressemitteilungen/newsfullview-pressemitteilungen/article/wie-ziegenaehnliche-gorale-im-himalaja-besser-geschuetzt-werden-koennen/Forscher der Universit?t Tübingen schlagen vor, den Tieren in Südostasien mehr offene Graslandschaften als Lebensraum zu bietenDer Graue Goral, der Chinesische Goral und der Südliche Serau, drei Arten, die zu den ziegenartigen Tieren z?hlen, leben heute in hochgelegenen Gebieten und Bergw?ldern Südostasiens. Nun ergab eine neue Studie, dass dies wom?glich nicht ihre bevorzugten Lebensr?ume sind, sondern dass es sich um ihre letzten, weniger geeigneten Rückzugsorte handelt. Darauf deuten Untersuchungen zur Lebensweise früherer Populationen der Gorale und Seraue vor einigen Hunderttausend bis Zehntausend Jahren hin. Die Studie wurde unter der Leitung von Dr. Kantapon Suraprasit von der Chulalongkorn University in Thailand und der Universit?t Tübingen sowie Professor Hervé Bocherens vom Senckenberg Centre for Human Evolution and Palaeoenvironment an der Universit?t Tübingen durchgeführt. Um die gef?hrdeten und teilweise vom Aussterben bedrohten Gorale besser zu schützen, empfehlen die Wissenschaftler, ihre Restbest?nde ins offene Tiefland zu verlagern. Die Studie wurde in der Zeitschrift Frontiers in Ecology and Evolution ver?ffentlicht.

Das Forschungsteam untersuchte Z?hne von früheren Populationen der Gorale und Seraue mit einem Alter von 400.000 bis 6.000 Jahren aus fünf Fossilienfundst?tten in Thailand: Pha Bong, Khok Sung, Tham Wiman Nakin sowie den H?hlen Tham Lod und Ban Rai. Isotopenanalysen von Kohlenstoff und Sauerstoff am Zahnschmelz sind anerkannte Verfahren, um indirekt mehr über die Ern?hrung und Lebensweise fossiler und heutiger Tiere zu erfahren. So lagert der Zahnschmelz bei Bl?tterkost von B?umen andere Kohlenstoffisotope ein als bei Gras als haupts?chlichem Futter.

Die Isotopenmessungen ergaben, dass der Südliche Serau (Capricornis sumatraensis) im Pleistoz?n ein Generalist war. ?Diese Art ern?hrte sich sowohl von Bl?ttern als auch Gras. Sie kam offenbar mit verschiedenen Lebensr?umen wie W?ldern und Grasland zurecht“, sagt Kantapon Suraprasit. Die heutigen Populationen des Südlichen Seraus lebten nur noch in hochgelegenen W?ldern. Die Messergebnisse zeichnen für das Leben des Grauen Gorals (Naemorhedus goral) und des Chinesischen Gorals (Naemorhedus griseus) im Pleistoz?n ein anderes Bild: ?Wir waren überrascht, dass diese beiden Arten sich ganz überwiegend von Gras ern?hrten und wohl nur in offenen Landschaften vorkamen“, sagt der Wissenschaftler. Heute f?nden sich die Gorale in niedrig bis hochgelegenen Bergw?ldern, an steilen H?ngen und Felsklippen oder in extrem hohen Berggraslandschaften bis zu 3.000 Meter über dem Meeresspiegel.

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